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Erneuerbare Energien

Die Verknüpfung der Themen Deponie und Erneuerbare Energien ist unter verschiedenen Aspekten naheliegend. Aus den Abfällen selbst entsteht ein Deponiegas, welches in Blockheizkraftwerken verstromt wird, die höher gelegenen Deponieteile sind interessante Standorte für Windenergieanlagen und auf den Hängen in Südausrichtung können Fotovoltaikanlagen mit guter Ertragsaussicht installiert werden.

Auf der Blocklanddeponie werden alle drei genannten Erneuerbaren Energien genutzt.

Optisch beherrschend sind die vier im Jahr 2010 in Betrieb gegangenen Windenergieanlagen (2 x REpower MM 92 und 2 x REpower MM 82), von denen sich zwei direkt auf der Altdeponie befinden. Die Nabenhöhe beträgt bei allen vier Anlagen 100 Meter, der Rotordurchmesser 92 beziehungsweise 82 Meter und die elektrische Leistung 4 x 2 Megawatt. Betreiber ist die Windpark Blockland GmbH & Co. KG.

Historisch im Vordergrund steht das Deponiegas, welches seit 1997 aktiv gefasst und verstromt wird. Die Gasmenge beträgt derzeit circa 1,2 Mio. m³ woraus in einem 0,5 Megawatt Blockheizkraftwerk jährlich circa 1,6 Mio. kWh Strom produziert und ins Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist werden. Die Vergütung aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz dafür beträgt circa 120.000 Euro pro Jahr. Die Abwärme wird im Winter für die Gebäudeheizung verwendet.

Der Einstieg in die Produktion von Fotovoltaikstrom gelang im Jahr 2010 mit der Installation einer 67 kWp Anlage auf zwei Dächern der Deponie mit einer Gesamtfläche von circa 1.000 m². Die jährliche Stromproduktion aus dieser Anlage (circa 52.000 kWh) entspricht ungefähr dem Energiebedarf von 15 Einfamilienhäusern.

Im Jahr 2011 wurde auf einer Fläche von circa einem Hektar am Südhang des Deponiealtteils eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage errichtet, die mit einer Leistung von 0,84 MWp Strom für circa 280 Haushaltungen produzieren kann. Die jährliche CO2-Einsparung dieser Anlage beträgt ca. 600 Tonnen.

Schema Deponiegasanlage (pdf, 115.3 KB)

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