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Schreddervorbehandlungsanlage

Metallhaltige Abfälle werden in Schredderanlagen zerkleinert, um Metalle zurück zu gewinnen. Die Schredderfeinfraktion bleibt bei diesem Prozess als Rückstand zurück. Es handelt sich dabei um eine Fraktion aus Glas, Gummi, Rost, Sand, Farbe, Fasern, Metall und Ähnlichem in einer Korngröße bis 20 mm mm.

Die Schredderfeinfraktion wird in der Anlieferungshalle unter Wasserberieselung abgekippt und mit einem Radlader in einer der sechs Rotteboxen zu 3,8 Meter hohen und 35 Meter langen Mieten aufgesetzt. Nach der Fertigstellung einer Miete, erfolgt deren Bewässerung mit Prozesswasser und die Einstellung der Saugbelüftung auf den gewünschten Luftdurchsatz. Das Material verbleibt 17 Tage in der Rottebox, wo die Temperatur schnell auf 70 - 80 Grad Celdsius ansteigt und zum Ende der Rottezeit auf circa 65 Grad Celsius absinkt. Innerhalb dieses Behandlungszeitraums werden Mineralölkohlenwasserstoffe, extrahierbare lipophile Stoffe, der gelöste Kohlenstoff und die Atmungsaktivität auf das für die Ablagerung zugelassene Maß reduziert.

Durch die Kreislaufführung des Prozesswassers ist bei der Anlage ein vollständig abwasserfreier Betrieb gegeben. Die Abluftreinigung erfolgt über sechs parallel geschaltete Biofilter, die mit einem aktivkohlebeschichteten Strukturmaterial gefüllt sind, auf einen Gesamtkohlenstoffgehalt < 40 mg/Nm³.

Abbauleistung
• MHKW: um 51 % auf mind. 5.000 mg/kg TM
• Extr. Lipophile Stoffe: um 12 % auf mind. 4 %
• DOC: um 64 % auf mind. 100 mg/l
• AT4: um 32 % auf mind. 5 mg/g

Die Ablagerung der vorbehandelten Schredderfeinfraktion erfolgt auf dem Abschnitt der Deponieklasse III der Blocklanddeponie. Wird der Parameter „Extrahierbare Lipophile Stoffe“ durch den Rottevorgang auf einen Wert unter 0,8 Prozent reduziert, ist auch eine Verwertung der vorbehandelten Schredderleichtfraktion auf der Blocklanddeponie möglich.

Anlagenschema Schreddervorbehandlungsanlage (pdf, 150.9 KB)

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