Sie sind hier:

Winterdienst beim Umweltbetrieb Bremen

Winterdienst bei der Straßenreinigung Nord:
Ab 1. November einsatzbereit
24 Stunden im Dienst
Wo wird gestreut?
Umweltschonender Einsatz von Streusalzen

Winterdienst in den städtischen Grünanlagen
Private Anliegerpflichten

Winterdienst bei der Straßenreinigung Nord

Ab 1. November einsatzbereit

In Bremen Nord sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetrieb Bremen dafür, dass die Strassen, Wege und Plätze nördlich der Lesum sauber und sicher sind. Im Winter bringen Schnee- und Eisglätte die Mitarbeiter so manches Mal um ihre Nachtruhe. Bei Wintereinbruch sind Flexibilität und schnelles Handeln erforderlich, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit, genaugenommen vom 1. November bis zum 15. April, gehören nächtliche Kontrollfahrten zur Routine der acht Winterdienst-Einsatzleiter der Stadtreinigung Nord. Besonderes Augenmerk legen die Einsatzleiter auf Brücken. Dort bildet sich durch die baulichen Gegebenheiten und die speziellen Witterungsverhältnisse extrem schnell Glätte.

24 Stunden im Dienst

Setzen Schneefall und Eisglätte ein, wird das Winterdienst-Team in der Woche ab 4:00 Uhr zusammengetrommelt. Jeder der 48 Beschäftigten hat ein Handy, 24 Mitarbeiter sind täglich rund um die Uhr im Schichtdienst in Rufbereitschaft, im wöchentlichen Wechsel. Auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Grünbereich und den Friedhöfen sind unterstützend im Dienst. Im Einsatzfall sind sie blitzschnell da. Zum Beginn des morgendlichen Berufsverkehrs müssen die Streuarbeiten abgeschlossen sein, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Wo wird gestreut?

Priorität haben die Strecken des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Dass der Verkehr in diesen Bereichen bisher noch nie zum Erliegen kam, ist das Ergebnis guter Vorbereitung. Dem Zufall wird nichts überlassen. Neben den nächtlichen Kontrollfahrten analysieren die Einsatzleiter viermal täglich die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes und anderer Wetterportale.

Drohen Frost oder Schnee, wird nach exakt ausgearbeiteten Einsatzplänen gearbeitet, die auf die jeweilige Situation zugeschnitten sind. Neben den Strecken des Öffentlichen Personennahverkehrs müssen Brücken, Hauptstraßen, Fuß- und Gehwege, Ampelanlagen, Kreuzungen und stark frequentierte Plätze betreut werden. Und zwar überall dort, wo die Stadtgemeinde zuständig ist und nicht private Anlieger. Dafür sind bei der Straßenreinigung Nord 6 Großstreuer, diverse Transporter und Traktoren mit Streuwagen im Einsatz.

Für Nebenstraßen gilt keine Streupflicht. Dort besteht ein eingeschränkter Winterdienst, der sich bei Bedarf auf Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen und Altenheime beschränkt. Dort wird im Extremfall mit abstumpfenden Materialien gestreut.

Informieren Sie sich hier, wo in Bremen Nord gestreut wird:
In diesen Straßen wird in Bremen Nord gestreut (pdf, 69.7 KB)
Übersichtsplan Winterdienst Blumenthal (pdf, 9.4 MB)
Übersichtsplan Winterdienst Burglesum (pdf, 11.5 MB)
Übersichtsplan Winterdienst Vegesack (pdf, 9.9 MB)

Die Bushaltestellen werden von der BSAG betreut.

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich

Etwa 600 Tonnen Salz werden in einem durchschnittlichen Bremer Winter in Bremen Nord gestreut, bei extremen Wetterlagen auch schon mal 1000 Tonnen.
Durch die Erfahrungen der letzten extremen Winter werden für Bremen Nord
inzwischen 1800 Tonnen Salz auf Vorrat gehalten.

Um die Haftung des Streusalzes auf der Straße zu gewährleisten, wird es vor dem Aufbringen mit einer Lauge befeuchtet. Dieses Verfahren bewirkt eine schnellere Tauwirkung, die benötigte Salzmenge kann reduziert werden und seine Wirkung nachhaltig entfalten.

Um mögliche Schäden an Pflanzen, Boden und Wasser zu verhindern, gilt beim Winterdienst die Maxime: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Auf Gehwegen und Radwegen wird daher nur noch Sand eingesetzt. Auch durch den Einsatz modernster Fahrzeugtechnik kann die Streumenge erheblich reduziert werden. Die Herausforderung besteht darin, einen bestmöglichen Kompromiss zwischen den Anforderungen der Verkehrssicherheit, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit zu finden.

Winterdienst in den Grünanlagen

Gemäß der Anliegerpflicht ist für die Durchführung des Winterdienstes in und an Parks, Grün- und Freianlagen sowie Friedhöfen in der Stadtgemeinde Bremen der Umweltbetrieb Bremen zuständig. Dafür sind, je nach Wetterlage sämtliche Mitarbeiter des Außendienstes im Einsatz.

An Wochenenden, Feiertagen und Werktagen werden nach Vorgaben des Landesstraßengesetzes die Wege und Flächen an den Grünanlagen geräumt/gestreut.
In den Grünanlagen werden nur die unentbehrlichen Haupt- und Verbindungswege gestreut.

Diese Arbeiten werden in der Regel an Firmen vergeben.

Um die wassergebundenen Wegedecken nicht aufzureißen, werden die Wege in den Parks oder Friedhöfen nicht geräumt, sondern nur mit abstumpfenden Streustoff, wie Sand oder Granulat versehen.

Aufgrund der gesetzlichen Anliegerverpflichtung wird mit der Durchführung des Winterdienstes wochentags um 7:00 Uhr begonnen, am Wochenende um 9:00 Uhr.

Private Anliegerpflichten

Laut Bremisches Landesstraßengesetz sind auch private Anlieger zum Schneeräumen verpflichtet. Im Detail nachzulesen im Bremischen Landesstraßengesetz §41.

Bremisches Landesstraßengesetz

Informationssymbol Kontakt