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Der Hohentorspark zeigt seine schönsten Seiten

Sanierung erfolgreich abgeschlossen

Auf der Theaterbühne würde man es wohl als Werktreue bezeichnen: Im Hohentorspark galt als oberste Prämisse, den ursprünglichen Charakter des Parks zu bewahren. Nun lassen sich 60 Jahre nicht einfach zurückdrehen und allein schon die mittlerweile zu stattlichen Kronenträgern herangewachsenen Bäume verleihen dem Park ein gänzlich anderes Bild als noch 1952.

Doch obschon er kein eingetragenes Denkmal ist, haben ihn die Gärtner und die Planerin beim Umweltbetrieb Bremen genauso behandelt. So konnten bei den sorgsam durchgeführten Arbeiten der Senkgarten als zentrales Element, die ihn abfangende Mauer sowie die gartenähnliche, von Stauden dominierte Struktur der Grünanlage erhalten werden.

Der erste Blickfang besteht aus hellem, filgran gearbeiteten Sandstein, denn die Figuren "Schnitterin" und "Hopfen" wurden aus ihrem Schattendasein befreit und zieren jetzt den Eingangsbereich des Hohentorsparks.

Durch umfangreiche Auslichtungen, Neupflanzungen sowie Beet- und Wegekorrekturen entstand aus einem in die Jahre gekommenen Nachkriegspark eine helle, freundliche Grünanlage mit offener Gestaltung und freien Sichtachsen.

Der Hohentorspark besticht nun wieder durch ein klar definiertes und konsequent umgesetztes gartengestalterisches Konzept. Im Gegensatz zum benachbarten Justitiapark besitzt er keinen Spielplatz, bietet müden Großstädtern aber ausgedehnte Wiesen und zahlreiche in blumigen Nischen versteckte Bänke zum Entspannen und Seele baumeln lassen. Bremen ist damit wieder um eine lebenswerte Grünanlage reicher.

Finanzierung: Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Städtebauförderung des Bundes (Denkmalschutz West)

Planung: Umweltbetrieb Bremen, 2010

Ausführung: 2011-2012

Fläche: ca. 2,5 ha