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Holdheim Park

Größe: Erhaltener „Kernpark“, Größe ca 7.700 qm (rund 0,8 Hektar), privater Teil um die Villa zusätzlich rund 5.400 qm; Lage: Horn-Lehe; Apfelallee, Auf dem Rüten.

Vor fast 200 Jahren legte der damalige Bremer Senator Johann F. Abegg den Grundstein für den heutigen Holdheim-Park. Im Jahre 1810 beauftragte Johann F. Abegg den Lilienthaler Baumeister Hinrich Kaars, mit dem Bau eines Sommersitzes (holdes heim = Holdheim). Um auch die anliegende Wiesenlandschaft anspruchsvoll zu gestalten, ließ Abegg den Park von Isaak Albert Altmann (Umgestalter der Wallanlagen) nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens umgestalten. Das klassizistisch gestaltete Landhaus steht heute unter Denkmalschutz.

Damals noch in die freie Landschaft integriert, wollte Altmann auf engem Raum einen vielfältigen, klassizistischen, bürgerlichen Privatpark gestalten. Der Senator Johann F. Abegg ließ dafür eine Zuwegung von der heutigen Oberneulander Heerstraße herstellen und mit Obstbäumen bepflanzen. So entstand die heutige Apfelallee. Um 1854 sind von dem anschließenden Besitzer Georg Gloystein zwei Traubenhäuser und eine Spalierobstmauer erbaut worden. Im Jahre 1869 kauft Dr. Gustav Woldemar Focke das Anwesen. Fünf Jahre später ließ er die „Grotte“ bauen: eine mit seltenen Pflanzen bepflanzte Trockenmauer aus Feldstein in einem Erdwall, die mit Glasschlacken und Tropfstein ausgestattet ist.

Die Geschichte des Holdheim-Parks weist in seiner fast 200 Jahre alten Geschichte, viele Nutzer- und Besitzerwechsel auf. Auf dem Gelände befand sich unter anderem ein Kinderkrankenhaus (1903), eine städtische Klinik (1945) und ein internationales japanisches Internat (1988-1999). Nachdem zuletzt das Japanische Internat die Villa genutzt hatte, lag das Grundstück mehrere Jahre lang brach. 2006 wurde für den Holdheim-Park ein neuer Bebauungsplan entwickelt. Der Bebauungsplan sah den Abriss der leer stehenden Klinik- bzw. Internatsgebäude und eine neue Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern vor.

Im Zuge der Sanierung (2007 bis 2008) wurde besonderen Wert darauf gelegt, den ursprünglichen Parkzustand von 1912 beizubehalten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten das landschaftlich angelegte Wegesystem sowie das mit sanften Hügeln gekennzeichnete Wiesen-Gelände. Auch der Aussichtshügel mit seiner Sitzbank unter Bäumen und schönen Ausblick in den Park sowie der aus gartendenkmalpflegerischer Sicht besonders wertvolle nordöstliche Parkteil, die historische Erhebung mit der „Grotte“ und die Traubenhäuser wurden saniert.

Einzelne Bäume des heutige Pflanzen- und Baumbestands stammen noch aus den Parkanfängen. Die Bepflanzung weist u. a. Rhododendrn, Eichen, Edelkastanien, Haselnüsse und Stauden auf. Die Altbäume dienen heute vielen Tieren, wie den Fledermäusen, den Abendseglern oder den Eremiten-Käfern als Lebensraum. Erst nach der fast zweijährigen Sanierung von 2007 bis 2008, wurde der Holdheim-Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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