Sie sind hier:
Ein großer Laubbaum in der Mitte eines Parks, png, 506.0 KB

Knoops Park

Nach zwei Weltkriegen, Finanznöten, Abrissen und Umbauten hat der ehemalige Park des Barons Ludwig Knoop viel erlebt und doch nichts von seiner Schönheit eingebüßt. Die romantische Hanglage an der Lesum verführt zum Lustwandeln. Mit den geschwungenen Freitreppen, den versteckten Grotten und seltenen Bäumen ist der im italienischen Renaissance-Stil erbaute Park weit über Bremens Grenzen hinaus bekannt.

Es wundert nicht, dass der weitgereiste Bremer Baumwollfabrikant Baron Ludwig Knoop sich diesen Ort an der Lesum für sein Landgut aussuchte. Schon damals galt das Hochufer über der Lesum mit dem herrlichen Blick über die Lesumlandschaft und die Weite des Oldenburger Landes als begehrte Wohngegend. 1859 kaufte Knoop das Landgut »Mühlenthal« und ließ 1868 das Schloss Mühlenthal im englischen Tudorstil errichten.

Um das Gebäude herum wurde der berühmte Landschaftsgestalter Benque tätig, dem die Bremer auch den Bürgerpark verdanken. Er schuf einen weitläufigen Landschaftspark mit wunderschönen Ausblicken und Fernsichten. Viele der Gehölze, die dem Baron aus aller Welt zugetragen wurden, wie Maulbeer- und Mammutbaum, Gurken-Magnolie und Kaukasische Flügelnuss haben sich zu prächtigen Bäumen entwickelt.
Buschwindröschen, Tulpen und Narzissen, später die Blüten der Azaleen und Rhododendren verleihen dem Park ein buntes Farbenkleid.

1939 ging der Park in den Besitz der Gemeinde Lesum über und wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zu den Zierden des vom Förderverein Knoops Park unterstützten Landschaftsparkes gehört auch die historische Architektur, wie das Haus Schotteck, das der Baron für seine Tochter Adele bauen liess oder die Villa Lesmona mit dem Skulpturenpark, die 1980 abbrannte und nachgebaut wurde, sowie der erste privat finanzierte Blindengarten. Klassik-Liebhaber und Kulturfreunde freuen sich auf das jährlich im Knoops Park stattfindende Kulturfest „Sommer in Lesmona“.