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Park am Focke-Museum

Das Focke-Museum ist in Bremen eine Institution. Und der Park? Der Park gehört einfach dazu. Er ist aber weit mehr als ein nettes Ambiente für das Focke-Museum. Denn er beherbergt ebenfalls wahre Schätze, und das nicht nur museal, sondern auch höchst lebendig, wie sich schnell bei einer intensiven Beschäftigung mit den dort wachsenden Pflanzen heraus stellt. Oft bewundert wird die alte Eiche, die seit 350 Jahren im Museumspark wächst.

Botanische Schätze

Wie vielerorts in Bremen finden sich beim Focke Museum aber auch stattliche Baumarten, die ein lebendiges Zeugnis für die langen Handelsbeziehungen zwischen Bremen und fernen Ländern darstellen. Die bedeutendsten Exemplare sind ausgeschildert, darunter der Riesen-Mammutbaum, der an der Westküste der USA beheimatet ist und deutlich über 50 m hoch wachsen kann. Das größte bekannte Exemplar ist 95 m hoch und hat einen Stammdurchmesser von 17 m. Das älteste bekannte Exemplar hat 3.500 Jahre gelebt. Na, da hat unser Bäumchen im Park am Focke-Museum ja noch einiges vor sich!

Aber auch der Amerikanische Amberbaum, dessen Zweige als Wünschelruten eingesetzt werden oder der japanische Kuchenbaum, dessen Blätter im Herbst einen aromatischen Lebkuchenduft verströmen, sind im Park am Focke-Museum zu bewundern, neben vielen anderen exotischen Gehölzen, unter anderem aus China und dem Kaukasus.

Abgesehen von seinen botanischen Prachtexemplaren, weist der Park eine Reihe von Sehenswürdigkeiten auf, die Sie sich bei einem Besuch einmal näher betrachten sollten:

Skulpturen und Sonnenuhren

In jeden Garten gehört ein Zwerg – und in jeden Park eine Skulptur. Im Park vom Focke-Museum gibt es eine interessante Sammlung von bildhauerischen Figuren. Sie sind gartengestalterisch geschickt zwischen Wegen, Bäumen und Wiesen angeordnet und fügen sich mit den anderen gartenarchitektonischen Komponenten zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk zusammen.
Die Frauen Judith, Pallas Athene, Diana und Terra sind hier im Park verewigt. Starke und listige Frauen, die sich in einer männerdominierten Welt behaupten konnten. Auch einige Kinderfiguren und Putten sowie die griechischen Götter Apoll und Hephaistos schließen den Figurenreigen ein.

Erstaunlicherweise ist Bremen auch eine Stadt der Sonnenuhren. Vielleicht hängt das ein wenig mit der Tradition der Seefahrt zusammen, denn für Sonnenuhren ist es genauso wichtig wie für die Orientierung auf See, sich mit den Himmelsrichtungen auszukennen. Durch die Sommerzeit verlieren diese interessanten Objekte, die eine Kombination aus Kunst und Technik darstellen, leider immer mehr an Bedeutung. Umso schöner, dass hier im Park noch einige Exemplare ausgestellt werden.

Die Geschichtes des Parkes

Das Gut Riensberg mit einer Größe von mehr als 95 ha bildet den Ursprung für die Parkanlage. Es wurde im 18. Jahrhundert angelegt und bewirtschaftet. Um 1780 entstand das heute unter dem Namen Haus Riensberg bekannte Gebäude. Das Focke-Museum selbst ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf etwa 4,5 ha der ehemaligen Gutsfläche angesiedelt worden. Der benachbarte Friedhof ist ebenfalls auf dem ehemaligen Gutsgelände angelegt und bildet mit seinen bedeutenden baulichen und gärtnerischen Anlagen eine harmonische Ergänzung zum Museumspark. Erweiterungsbauten für das Museum gab es 1964 und 2002.