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Zwei Männer enthüllen eine Statue, die mit einem weißen Tuch bedeckt ist , png, 172.0 KB

Der Hohentorspark zeigt seine schönsten Seiten

Sanierung erfolgreich abgeschlossen

Bremer Sandstein. Hell. Filigran bearbeitet. Er ist vermutlich der Erste Blickfang, den die Bremerinnen und Bremer zukünftig im Hohentorspark wahrnehmen werden, denn die Figuren "Schnitterin" und "Hopfen" zieren jetzt seinen Eingangsbereich. Es ist nur eine der vielen sichtbar positiven Veränderungen, die der Park seit seiner Sanierung durch den Umweltbetrieb Bremen erfahren hat.

Am 29. Juni 2012 wurde der Hohentorspark von Umweltsenator Joachim Lohse eingeweiht.

Durch umfangreiche Auslichtungen, Neupflanzungen sowie Beet- und Wegekorrekturen konnte nun einen heller, freundlicher Park mit offener Gestaltung, freien Sichtachsen und viel sommerlicher Frische herausgearbeitet werden.

Vor der Sanierung bot der erste bremische Nachkriegspark kein schönes Bild mehr. Zugewachsene Wege und Eingänge, tiefhängende Äste und überwucherte Beete ließen ihn dunkel, abweisend und teilweise bedrohlich erscheinen. Es hatten sich regelrechte „Angstecken“ gebildet, die man beim Spaziergang lieber mied. Die Zeit, zu handeln, war also dringend gegeben.

Zwei, die zusammen gehören

Eine wichtige Maßnahme war dabei die Umplatzierung der beiden Sandstein-Statuen „Schnitterin“ und „Hopfenbrauer“, die in den 1890er Jahren von der St.-Pauli-Brauerei gestiftet worden waren. Fristeten sie zuvor in hinteren Parkbereichen ein unscheinbares Dasein, begrüßen sie die Besucher nun beidseitig des Haupteingangs und weisen ihnen den Weg in die Natur.

Wie ein Denkmal behandelt

Auf der Theaterbühne würde man es wohl als Werktreue bezeichnen: Im Hohentorspark galt als oberste Prämisse, den ursprünglichen Charakter des Parks zu bewahren. Nun lassen sich 60 Jahre nicht einfach zurückdrehen und allein schon die mittlerweile zu stattlichen Kronenträgern herangewachsenen Bäume verleihen dem Park ein gänzlich anderes Bild als noch 1952. Doch obschon er kein eingetragenes Denkmal ist, haben ihn die Gärtner und Planer genauso behandelt. So konnten bei den sorgsam durchgeführten Arbeiten der Senkgarten als zentrales Element, die ihn abfangende Mauer sowie die gartenähnliche, von Stauden dominierte Struktur der Grünanlage erhalten werden.

So besticht der Hohentorspark nun wieder durch ein klar definiertes und umgesetztes gartengestalterisches Konzept. Im Gegensatz zum benachbarten Justitiapark besitzt er keinen Spielplatz, bietet müden Großstädtern aber ausgedehnte Wiesen und zahlreiche in blumigen Nischen versteckte Bänke zum Entspannen und Seele baumeln lassen. Bremen ist damit wieder um eine (er)lebenswerte Grünanlage reicher.

Schauen Sie doch einfach mal vorbei.

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