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umgestürzter Baum im Park , png, 170.9 KB

Sturmtief reißt Bäume um

Trotz Baumkontrollen: Ein Restrisiko bleibt

Das Sturmtief „Andrea“ hat in Bremen einige Verwüstungen angerichtet, auch unter Bremer Bäumen. Mehrere private und öffentliche Bäume hielten den Orkanböen nicht stand, beschädigten Autos, Häuser, eine Straßenbahn. Ein Taxifahrer wurde an der Contrescarpe fast in seinem Auto erschlagen. Glücklicherweise konnte der Mann sich durch einen Sprung auf den Beifahrersitz retten.

Um solchen dramatischen Ereignissen vorzubeugen, werden alle knapp 70.000 Straßenbäume in Bremen regelmäßig vom Umweltbetrieb Bremen kontrolliert, begutachtet und auf Schäden überprüft. Durch Alter, Krankheit und Verletzungen beginnt der natürliche Abbau des Baumes. Pilze, Parasiten, Risse und Höhlungen schwächen einen Baum oft so sehr, dass er seine Standsicherheit verliert.
Wird ein Baum als nicht mehr verkehrssicher eingestuft, muss er aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Dennoch bleibt ein Restrisiko. So können im Falle eines Orkans auch völlig gesunde Bäume entwurzelt werden. In seltenen Fällen, wie im Falle der Linde an der Contrescarpe, weist ein Baum, trotz sorgfältiger Begutachtung keine äußere Symptomatik auf und stürzt bei einem Sturm um. Auch Bäume auf Privatgrundstücken, die dicht an der Straße stehen, stellen ein Risiko dar, weil sie selten einer Kontrolle unterzogen werden.

Bei Sturm gilt deswegen, wenn es irgendwie geht: Zuhause bleiben.