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Blick von einer Brücke auf eine Wiese wo ein Gärtner den Rasen mäht.

Höpkens Ruh

In Höpkens Ruh steht die Zeit still.

Wenn der Wind durch die 200 Jahre alten Eichen säuselt, auf schattigen Teichen sanft die Entengrütze schaukelt und an den Ufern betagte Sumpfzypressen ihre Luftwurzeln wie Kobolde aus dem Boden strecken, fühlt man sich in Höpkens Ruh wie an einem verwunschenen Ort. Vieles ist hier noch wie vor 200 Jahren, als der Jurist Jacob Friedrich Schultz dem Park seinen romantischen Stil verlieh.

Den Namen verdankt die Grünanlage an der Oberneulander Landstraße seinem Nachfolger Kapitän Höpken, der den Park später testamentarisch an die Stadt vermachte. Seine Bedingung: nichts darf verändert werden. Heute ist Umweltbetrieb Bremen für die Pflege des alten Anwesens zuständig. 8,5 Hektar umfasst der Park und hat eine bemerkenswerte Gehölzvielfalt aufzubieten. Bäume aus aller Welt sind hier zu finden: Amerikanische Eichen, Japanische Tannen und riesige Zerreichen recken sich gen Himmel, viele sind schon sehr alt. Die Mehrzahl der Bäume, wie den Maiglöckchenbaum, hat der Kapitän und Reeder Höpken aus Nordamerika mitbringen lassen.

Aber der Park hat nicht nur gute Zeiten erlebt. An vielen Bäumen sind Spuren von Flaksplittern aus dem Zweiten Weltkrieg zu erkennen. Die Fundamente der Flak-Baracken sind noch heute sichtbar und machen den Bäumen das Leben schwer, da sie ihre Wurzeln nicht tief genug in die Erde graben können.

Vieles gibt es zu entdecken in Höpkens Ruh: der alte Eiskeller, in dem die Gastwirte früher ihr im Winter geschnittenes Eis einlagerten, und der jetzt den Fledermäusen gehört. Oder der Teich, in dem 1978 eine Straßenraupe bei Reinigungsarbeiten in einem riesigen Bombenkrater versank. Höpkens Ruh erzählt Geschichte, und bietet vor allem eins: himmlische Ruhe.

Dort, wo früher das Wohnhaus des alten Anwesens stand, bietet jetzt eine Gaststätte die wohlverdienten Erfrischungen nach einem ausgedehnten Spaziergang an.

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