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Lieblingsorte für die letzte Ruhe

Ausbringen von Totenasche - Eine neue Bestattungsform

Seit Anfang 2015 ist es in Bremen erlaubt, die Asche Verstorbener auf privatem Grund auszubringen. Auch der Umweltbetrieb Bremen bietet für diese Art der Bestattung Aschestreuwiesen auf den Friedhöfen Osterholz und Blumenthal an.

Für welche der Möglichkeiten Sie sich auch entscheiden: das Ausbringen der Totenasche ist sicherlich eine der persönlichsten Bestattungsformen. Sie gibt den Menschen die Freiheit eines privaten Gedenkortes und eine weitere Möglichkeit, selbst bestimmt zu entscheiden, was mit ihren sterblichen Überresten geschieht.

Die Zuständigkeit für die Antragstellung und Genehmigung liegt seit dem 1.1.2016 beim Umweltbetrieb Bremen. Das private Ausbringen von Totenasche ist in Bremen eine neue Bestattungsform, bei der einige Regeln zu beachten sind. Wir beraten Sie gerne in allen Fragen, die damit zusammenhängen.

So können Sie die Ausstreuung der Totenasche beantragen

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen und Formulare zum Download:

Merkblatt mit den wichtigsten Informationen (pdf, 100.4 KB)
(Erläutert die wichtigsten Schritte und beantwortet die häufigsten Fragen)

Bestattungsverfügung (pdf, 25.5 KB)
(Damit äußern Sie Ihren Wunsch, dass im Falle Ihres Todes Ihre Asche auf einem von Ihnen gewählten Grundstück ausgebracht wird.)

Antrag auf Genehmigung einer Ascheausbringung (pdf, 48.1 KB)
(Damit beantragt der von Ihnen gewählte Totenfürsorgeberechtigte im Falle Ihres Todes die Ausbringung Ihrer Asche und bestätigt, dass Sie dieser Bestattung zugestimmt haben.)

Eidesstattliche Versicherung (pdf, 33 KB)
(Damit versichert der von Ihnen gewählte Totenfürsorgeberechtigte, dass die Asche auf das richtige Grundstück ausgebracht wurde und Sie dieser Bestattung zugestimmt haben.)

Die häufigsten Fragen zur Ascheausbringung

Auf diesen Seiten haben wir für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und beantwortet.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Ascheausbringung erfüllt sein?
Voraussetzung für eine Ausbringung der Totenasche ist, dass Sie diese zu Ihren Lebzeiten selbst verfügen Bestattungsverfügung (pdf, 25.5 KB) und dass Ihr letzter Wohnsitz vor dem Tod in Bremen war.

Wie kann ich eine Ascheausbringung verfügen, bzw. beantragen?
Auf der Homepage des Umweltbetrieb Bremen können Sie sich die Formulare, sowie ein Merkblatt herunterladen, auf dem alle Schritte erklärt werden. Gerne schicken wir Ihnen die Unterlagen auch zu. Tel 0421 361 10060

Auf welchen Flächen darf die Asche ausgebracht werden?
Die Asche darf auf allen privaten Flächen ausgebracht werden, wenn der Eigentümer sich damit einverstanden erklärt. Diese Einverständniserklärung muss im Original mit den Antragspapieren eingereicht werden, bzw. eidesstattlich bestätigt werden. Alle Hinweise dazu finden Sie in unserem Merkblatt (pdf, 100.4 KB).
Außerdem bietet der Umweltbetrieb Bremen auf den Friedhöfen Osterholz und Blumenthal Aschestreuwiesen für diese Bestattungsform an.

Wer darf die Asche ausbringen?
Wer für sich eine Ascheausbringung als Bestattungsform wünscht, ermächtigt in einer Bestattungsverfügung (pdf, 25.5 KB) eine oder mehrere Personen (Totenfürsorgeberechtigte) zu deren Ausführung. Die Unterlagen gibt es beim Umweltbetrieb Bremen als Download oder telefonisch unter 0421 361 10060

Was passiert, wenn die Urne vom Totenfürsorgeberechtigten nicht abgeholt wird?
Grundsätzlich soll die Urne innerhalb von 4 Wochen nach der Einäscherung im Krematorium Bremen abgeholt werden. Erfolgt dies nicht, wird der Totenfürsorgeberechtigte benachrichtigt und hat dann noch einmal 4 weitere Wochen Zeit, die Urne abzuholen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Urne vom Umweltbetrieb Bremen auf einem Friedhof in einem anonymen Urnengrab beigesetzt. Die Bestattungskosten trägt die/der bestattungspflichtige Angehörige.

Was ist, wenn das in der Bestattungsverfügung genannte Grundstück zur Ascheausbringung nicht mehr zur Verfügung steht?
Diese Situation kann beispielsweise eintreten, wenn der Eigentümer gewechselt hat und der Ascheausbringung nicht zustimmt. In diesem Fall sind die Antragsbedingungen nicht mehr gegeben und es kann keine Genehmigung zur Ascheausbringung erteilt werden.

Fallen bei dieser Bestattungsform Gebühren an?
Die Kosten belaufen sich auf 58,00 Euro Bearbeitungsgebühr, sowie 298,00 Euro Einäscherungsentgelt.
Die Grabgebühr für die Ausbringung auf einer Aschestreuwiese auf den Friedhöfen Osterholz oder Blumenthal beträgt 1.620 Euro.
Bitte beachten Sie, dass die Gebühren sich im Laufe der Zeit verändern können.

Wie darf die Asche ausgebracht werden?
Es ist erlaubt, die Asche oberirdisch zu verstreuen oder sie direkt in die Erde einzubringen.
Es ist nicht erlaubt, die Asche mit der Aschekapsel (Urne) in die Erde zu geben.

Was geschieht mit der Urne, wenn die/der Totenfürsorgeberechtigte die Asche nicht ausbringen kann?
Es ist empfehlenswert in der Bestattungsverfügung (pdf, 25.5 KB) immer mehrere Personen zu berechtigen. Bitte vergewissern Sie sich beim Ausfüllen der Bestattungsverfügung, dass die Personen, die Sie sich als Totenfürsorgeberechtigte wünschen, diese Aufgabe auch übernehmen möchten. Sollte später keine der genannten Personen in der Lage sein, die Ascheausbringung durchzuführen, wird die Urne konventionell auf einem Friedhof beigesetzt.

Was muss ich tun, wenn der Umweltbetrieb Bremen einen negativen Bescheid ausgibt, also die Asche nach Prüfung nicht ausgebracht werden darf?
In diesem Fall muss die Urne konventionell auf einem Friedhof bestattet werden.

Haben Sie noch weitere Fragen? Wir beraten Sie gerne telefonisch oder persönlich nach Terminabsprache. Tel 0421 361 10060

Den Umweltbetrieb Bremen finden Sie am Messeausgang des Hauptbahnhofes
Willy-Brandt-Platz 7
28205 Bremen

Wegweiser (pdf, 366.5 KB)