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Wunderbar: 100 Jahr!

Ein filmischer Rundgang durch 10 bewegte Jahrzehnte auf dem Friedhof Osterholz.

Hier geht´s zum virtuellen Rundgang

760.000 Quadratmeter ist der Friedhof Osterholz groß, einer der größten in Norddeutschland. Denkmalgeschützt und angelegt wie ein Landschaftspark ist dieser Friedhof weitaus mehr als ein Begräbnisort.

Seine Parklandschaft bietet Tieren, Insekten und seltenen Pflanzen eine Heimat. Wer hier arbeitet, spazieren geht oder ein Grab besucht, bewegt sich durch 100 Jahre ereignisvolle Bremer Stadtgeschichte. Prächtige Grabplatten, Familiengräber und Ehrenanlagen erzählen von großer Liebe und Hingabe, kultureller Vielfalt und Berühmtheit, aber auch von schlimmen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

All das liegt hier nah beieinander. Beschattet von hunderten alten Bäumen und Alleen, umgeben von malerischen Gewässern, denkmalgeschützten Kapellen und weiten Gräberfeldern, liebevoll gepflegt von unseren Mitarbeiter*innen und Mitarbeitern.
Vor hundert Jahren, am 22. Mai 1920, wurde der Osterholzer Friedhof eingeweiht.

Wer die schönsten und bewegendsten Orte auf einer Erkundungstour kennenlernen möchte, kann über den Friedhof zu 15 Info-Stationen spazieren. Und sollte es draußen zu ungemütlich sein, steht der gleiche Rundgang auch hier zur Verfügung.

Kleine Entdeckungtour auf dem Osterholzer Friedhof!

>Station 1 --- Eine wie keine.
>Station 2 --- Er hat´s erfunden.
>Station 3 --- Residenz der Prominenz.
>Station 4 --- Für Entdeckergeister.
>Station 5 --- Reich an Kulturen.

>Station 6 --- Lebender Wandelgang.
>Station 7 --- Leuchtende Sterne.
>Station 8 --- Aus der Not heraus.
>Station 9 --- Von groß zu größer.
>Station 10 --- Voll das Leben.

>Station 11 --- Ungewollte Nummer 1.
>Station 12 --- Ein Baum mit Beton.
>Station 13 --- Trainingsplatz.
>Station 14 --- Nie vergessen.
>Station 15 --- Stille Wasser.

Plan zum Rundgang (pdf, 1.7 MB)

Eine wie keine.

„Besonders in die alten Alleen investieren wir viel Arbeit. Sie sind ein Wegweiser und ein wichtiges Gestaltungselement." Gerit Melloh, Friedhofsleiter


Er hat´s erfunden.

Residenz der Prominenz.

Für Entdeckergeister.

„Der Friedhof ist eine Entdeckungsreise ohne Ende und diese Steine sind ein Riesenstück bremische Kultur. Für mich ist es fast ein Wunder, dass sie nicht verloren gegangen sind, sondern hierher umgesetzt wurden.“ Horst Massmann, Geschichtswerkstatt


Reich an Kulturen.

„Das ist schon irre spannend zu sehen, wie viele unterschiedliche Religionskulturen es hier gibt und wie sehr sich die Gräber und Gräberfelder unterscheiden.“ Anja Dohmeyer, Gärtnerin Umweltbetrieb Bremen

Lebender Wandelgang.

Leuchtende Sterne.

„Die Instandsetzung der Kapelle war eine Herausforderung und hat unheimlich viel Spaß gemacht. Es ist großartig, dass es uns gelungen ist, das Gesamtkunstwerk wieder zurückzugewinnen.“ Dr. Rolf Kirsch, Landesamt für Denkmalpflege (a.D.)


Aus der Not heraus.

Von groß zu größer.

„Frühmorgens fahre ich mit dem Mäher am Quergraben entlang, wenn der Nebel sich in Schleiern über das Wasser und die Seerosen zieht. Diesen Teil zwischen Neu und Alt finde ich am schönsten.“ Tanja Nieschmidt, Gärtnerin Umweltbetrieb Bremen

Voll das Leben.

„Hier habe ich zum ersten Mal einen Eisvogel gesehen. In Bremen sind die selten. Er kam unter der Brücke durch über das Wasser geflogen. Darüber habe ich mich sehr gefreut!“ Sina Banduhn, Gärtnerin Umweltbetrieb Bremen

Ungewollte Nummer 1.

„Ich arbeite seit 30 Jahren auf diesem Friedhof und kenne jedes Grab. Als ich mit 19 Jahren hier anfing, haben mir meine Kollegen alles gezeigt – das Grab vom Dachdecker war ganz vorne mit dabei.“ Markus Vieregge, Gärtner Umweltbetrieb Bremen

Ein Baum mit Beton.

„Das ist mein Lieblingsbaum. Er verdient den größten Respekt, weil er die Chance hatte, so alt zu werden und trotz des Alterungsprozesses noch so vital ist.“ Heinrich Gohdes, ehemaliger Friedhofsleiter. Er hat den Baum 30 Jahre lang begutachtet.

Trainingsplatz.

„Auch nach 22 Jahren ist es einfach schön, die Stauden wachsen zu sehen. Daran habe ich viel Freude.“ Olga Meier, Gärtnerin, Umweltbetrieb Bremen. Sie begleitet die Auszubildenden und pflanzt natürlich auch selbst.

Nie vergessen.

„Ich bin bei meinen Führungen immer wieder beeindruckt davon, wie interessiert die Menschen daran sind, die Erinnerung wach zu halten.“ Anke Büttgen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Stille Wasser.

„Was mich an Wasser reizt? Im praktischen Leben die Grundversorgung. In der Freiraumplanung das gestalterische Element und die Artenvielfalt! Wir haben alles daran gesetzt, die Qualität des Wassers zu erhalten. Rolf Fülberth, ehem. Referatsleiter des Friedhofs